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| Val Antrona |
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| Dieses wildeste Tal der Ossola-Täler ist
wohl nicht das berühmteste, aber ohne Zweifel das abgeschiedenste. Diesem
besonderen Umstand ist es zu verdanken, dass die Volle Antrona bis heute
ihren natürlichen Charakter unverändert bewahrt hat. Das Antrona-Tal ist das
am wenigsten bekannte Gebiet im gesamten Ossala-Gebiet. Deswegen wirkt es
besonders ruhig und ursprünglich, zwischen Weiden und Wäldern, kleinen
Dörfern und urigen Alpenhütten. Im Tal herrscht absolute Stille, und auch
die Zeit scheint hier still zustehen. Charakteristisch für die von der
Gletschererosian geformte Landschaft sind vor allem die zahlreichen
Alpenseen. Die Straße durch das Tal fängt in Villadossola an, einer
Ortschaft, die hauptsächlich aufgrund ihres aktiven Kulturzentrums La
Fabbrica, bekannt ist, und teilt sich in Antronapiana in südlicher
und nördlicher Richtung. In Richtung Süden führt sie zum gleichnamigen See
Antrona, in Richtung Norden zu einem künstlich angelegten See: dem Lago
Alpe dei Cavalli. |
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Kultur
Die Vergangenheit dieser Alpenregion ist hier nicht nur spürbar, sondern
erlebbare Realität.
Die jahrhundertealten Weiden und traubenförmig angeordneten Dörfer sind hier
Zeugnis einer archaischen Welt - ein lebendiges Geschichtsbuch sozusagen.
Wirklich einzigartig ist die typische Bauweise in den Dörfern, die im Tal
verstreut liegen und in denen sich Sitten und
Gebräuche erhalten haben, die in anderen Gegenden der Alpen längst in
Vergessenheit geraten sind. Wer sich durch die Straßen von Montescheno,
Viganella, Seppiana und Antronapiana bewegt, trifft noch auf
Öfen, in denen man nach wie vor sein eigenes Brot backt, und auf
charakteristische Wohnhäuser, wie sie für die Alpenregion typisch sind.
Charakteristisch für die Ortschaften im Tal sind auch die alten Weinpressen
- eine von ihnen stammt beispielsweise aus dem Jahr 1745 und ist nach einer
Restaurierung auch heute noch in Gebrauch. Sie steht in Antronapiana.
Überhaupt kann man in diesem Tal noch viele weitere, idyllisch gelegene Seen
entdecken, die man über Wanderwege erreicht, wie z. B. den Lago di
Campliccioli oder den Stausee Camposecco auf 2325 Metern Höhe. Von
diesem See erreicht man einen weiteren Stausee:
den Stausee von Cingino. |
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